Podiumsdiskussion um Qualifikationsnachweis und Rolle des Internets

11.10.16

Auch bei der anschließenden Podiumsdiskussion rund um den Sach- und Fachkundenachweis mit der Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Dött, IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick und Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip, wurde die Notwendigkeit noch einmal deutlich. Um die Qualität für Kunden und Verbraucher gerade angesichts der sich oft ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen langfristig gewährleisten zu können, bedarf es eines umfassenden Sach- und Fachkundenachweises zur Ausübung dieser Tätigkeit.

Für Dött ist der eingeschlagene Weg richtig, wenngleich auch schwierig: “Wenn man etwas qualitätsvoll machen möchte, so muss dies nach außen hin beispielsweise durch Zertifikate sichtbar sein”, sagt Dött. “Ich bin davon überzeugt, dass wir zur Umsetzung eines solchen Nachweises zukünftig auch Mehrheiten in der Politik entwickeln werden.” Tenhagen betonte in diesem Zusammenhang insbesondere die schnelle Entwicklung des Internets im Bereich der Wohnungsvermittlung. Diese dürfe nicht unterschätzt werden: “Die Eile einiger Makler ist berechtigt, denn dort entstehen Online-Angebote, die künftig für Konkurrenz sorgen werden.” Für Schick müsse mit dieser Entwicklung zwar sorgfältig umgegangen werden. Er räumte ein, dass durch das Internet sich natürlich auch das Werkzeug des Immobilienmaklers ändere. Die Tätigkeit der Beratung bleibe jedoch gleich und bei allem entscheidend. “Unser Selbstverständnis ist das eines umfassenden Vermittlungsmaklers”, so Schick. “Die Möglichkeiten, die hiermit verbunden sind, werden nicht ins Netz abwandern.”